Heute morgen um 10 Uhr fand unsere erste „Corona-Selbsthilfe“-Videokonferenz mit Geschäften aus der Region Karlsruhe und Pforzheim statt und wir haben zunächst folgende Maßnahmen besprechen können:

  1. Wer noch keinen kostenlosen Google myBusiness-Account hat, ist gut beraten, einen solchen jetzt einzurichten, damit die User den Laden in den Maps (Routenplan) schnell finden können.
  2. Da viele Geschäfte noch keinen Onlineshop haben, über den sie verkaufen können, haben wir für INSTAGRAM den Hashtag #kauftlokalin[stadt] ins Leben gerufen (bspw. #kauftlokalinkarlsruhe #kauftlokalinpforzheim #kauftlokalinfreiburg #kauftlokalinoffenburg #kauftlokalinachern #kauftlokalinbuehl #kauftlokalinkehl #kauftlokalinrastatt #kauftlokalinoberkirch, etc.). Die Geschäfte sind jetzt aufgerufen, Videos über ihre aktuelle Situation als inhabergeführtes Geschäft mit diesem Hashtag auf Instagram einzustellen, damit die Menschen begreifen, dass nicht in jedem Laden die Regale leergekauft werden. Außerdem soll dieser Hashtag in jeder Stadt genutzt werden, um jetzt konkrete Waren- oder Gutschein-Angebote mit Bild/Video anzubieten.

31.03.20: Nachtrag aus unserer heutigen Videokonferenz mit den Profis von der Baden-Badener Dreimaleins Agentur für Marketing: denkt bitte bei jeder Beitragsveröffentlichung auf INSTAGRAM auch daran, „Reichweiteninhaber“ zu markieren. Das geht ganz einfach, indem Ihr im Text das Ad-Zeichen (@) eingebt und dann durch die Eingabe weiterer Buchstaben (bspw. @BNN) herausfindet, unter welchem Namen dieser Reichweiteninhaber seinen Account hat. Im besten Fall findet dieser dann Euren Beitrag interessant genug, um diesen im eigenen Netzwerk ebenfalls zu teilen. Solche Reichweiteninhaber können lokale Medien (Tageszeitung, Radiosender, etc.) aber bspw. auch sog. „Influenzer“ sein. Das wichtigste dabei: TUN! :-)

 
Was wir tun, wenn über Instagram solche Videos/Angeboten mit #kauftlokalin[stadt] veröffentlicht werden:
  1. wir teilen diese Beiträge über unser Netzwerk in facebook, Twitter & Co.
  2. wir sammeln Aktivitäten auf unserer NEUEN Website www.kauft-lokal.de, sobald diese im Laufe der nächsten Tage online ist (wir bereiten gerade eine Umkreissuche vor, über die nicht nur unsere Einkaufspartner und Spendenempfänger gefiltert werden können, sondern auch die Geschäfte, die Gutscheine verkaufen, einen Onlineshop haben oder bspw. einen Lieferservice anbieten
  3. sobald über den Hastag #kauftlokalin[stadt] Veröffentlichungen stattfinden informieren wir unsere Medienpartner über den Hashtag und geben entsprechend Pressemitteilungen raus.
  4. wir informieren unsere App-User über den Hashtag #kauftlokali[stadt
 
Was alle für alle tun können:

Die Geschäfte wurden gebeten, diese Infos an den eigenen Geschäftsverteiler weiterzugeben, damit am nächsten Montag noch viel mehr Einzelhändler bei unserer Videokonferenz dabei sind und wir uns gegenseitig mit Imulsen / Mutmachern und Ideen helfen können. Außerdem sind sie angeregt, die eigenen Kunden über den jeweiligen Hashtag #kauftlokalin[stadt] zu informieren damit das hoffentlich in Kürze entstehende Angebot auch eine ordentliche Nachfrage erhält. Genutzt sollen dafür dafür nicht nur die sozialen Medien (facebook, Twitter, XING, Linkedin, instagram, etc.pp), sondern auch der eigene Newsletter, die eigene Website, die eigene e-Mail-Signatur und natürlich auch ein Hinweis an der Ladentür.

Neben den vielen Aufrufen zur Solidarität, die wir über unser Netzwerk verbreiten, haben wir natürlich auch für unsere Einkaufspartner wichtige Maßnahmen ergriffen:

  1. Alle Vertragslaufzeiten für unser Projekt „Ihr kauft LOKAL – wir spenden“ wurden mit sofortiger Wirkung ausgesetzt
  2. Ab dem kommenden Montag bieten wir für alle inhabergeführten Geschäfte TÄGLICH Videokonferenzen an, über die man sich vernetzen und über Lösungen austauschen kann
  3. Mit unseren Medienpartnern erarbeiten wir medienwirksame Lösungen, die umgehend umgesetzt werden, sobald die Geschäfte wieder geöffnet werden dürfen

Denn wir haben uns entschieden, mit so vielen inhabergeführten Geschäften wie möglich als Gewinner aus dieser Krise hervorzutreten – und freuen uns auf jeden, der mitgehen möchte. Ob als User unserer App, als Spendenempfänger (gemeinnützige Vereine), als Einkaufspartner oder als Anteilseigner unserer Genossenschaft – wir freuen uns auf Euch!

Aus unserem Gespräch 2019 mit Staatsseketärin Schütz und Professor Funck in Stuttgart durften die Studenten von Professor Funck an der Hochschule für Wirtschaft & Umwelt in Nürtingen-Geislingen eine Forschungsarbeit durchführen, in der sie unser Projekt dahingehend analysierten, ob dieses geeignet ist, den Einzelhandel am Beispiel von Nürtingen zu unterstützen.

Hier zunächst das Fazit der Studenten dieser Forschungsarbeit als kurzes Video:

Das erstellte Plakat (im Hintergrund zu sehen) zu dieser Forschungsarbeit zeigt die strukturierte Vorgehensweise, mit der sich die Studenten dem Thema genähert haben. Diese wurde auch sofort „spürbar“, als unser Konzept in seiner ersten Phase bildlich dargestellt wurde:

Sehr spannend an dieser Stelle auch die Break-Even-Berechnung der Studenten, also die Antwort auf die Frage, ab welchem monatlichen Umsatz sich die Teilnahme mit dem eigenen Unternehmen im Verhältnis zu den Teilnahmegebühren in Abhängigkeit der eigenen Gewinnspanne rechnet:

Auch das Entwicklungspotential unseres Projekts, wenn mit Erreichen der „kritischen Masse“ an Einkaufspartnern der „digitale Gutschein“ und die „Arbeitgeber-Gutscheine“ (Nettolohnoptimierung) eingebunden werden, haben die Studenten als wichtige Bausteine unseres Gesamtkonzepts erläutern können:

Ein wichtiger Teil dieser Forschungsarbeit war auch eine Umfrage bei unseren (zu diesem Zeitpunkt) 140 Einkaufspartnern, deren Ergebnisse auch für uns sehr spannend sind:

Vor allem in der nachfolgenden Folie wird klar, warum die Förderbedingung der Deutschen Stadtmarketing Gesellschaft für die Bezuschussung der Teilnehmergebühren an die Voraussetzung geknüpft ist, dass der Förderantrag stadtseitig einzureichen ist: steht das örtliche Stadtmarketing hinter diesem Projekt, erleichtert dies nicht nur die Akquise örtlicher Einkaufspartner, Medienpartner (Tageszeitungen, Radiosender, etc.) und Vereine, auch die oftmals vorhandenen städtischen Werbemöglichkeiten könnten ausgeschöpft werden. Die Studenten machten gerade im Punkt „Bekanntheitsgrad“ klar, wie wichtig es ist, die örtlichen Netzwerke zu nutzen – schließlich gewinnen ja alle Beteiligten, wenn das Projekt erfolgreich in einer Stadt umgesetzt werden würde:

Und die Frage, ob in Nürtingen die Voraussetzungen gegeben sind, das Projekt gemeinsam mit alle Akteuren erfolgreich umzusetzen, haben die Studenten natürlich auch hinterfragt und nicht nur beantwortet, sondern auch mit einem Umsetzungsplan belegt:

Angesichts der Tatsache, dass es auch für die Einzelhändler in Nürtingen bereits „10 nach 12“ ist, glauben wir zwar, dass eine zeitlich schnellere Umsetzung notwendig wäre. Allerdings haben wir auch bei der Vorstellung dieser tollen Forschungsarbeit wieder live erleben müssen, dass dieses „10 nach 12“ offenbar bei den Stadtverantwortlichen noch nicht angekommen ist: weder die teilnehmenden Verantwortlichen des Citymanagments, noch der Wirtschaftsförderung hatte es im Anschluss für notwendig gefunden, mit den Studenten oder mit uns ins persönliche Gespräch zu gehen. ;-(

Unser herzliches Dankeschön gilt diesen vier angehenden Wirtschaftsingenieuren, die diese Forschungsarbeit mit sehr viel Engagement und Sachverstand durchgeführt haben. Und wer weiss, vielleicht werden es diese Studenten eines Tages sein, die unser Projekt als Lokal-Lobbyisten nach Nürtingen bringen:

Sie haben es vielleicht auch in den Nachrichten gehört oder gelesen: der stationäre Einzelhandel hat 2019 ein Umsatzplus von 2,4% verzeichnen können und liegt damit ganz knapp über der Inflationsrate. Genau betrachtet kann man sogar eher sagen, dass die Gewinne im Vergleich zum letzten Jahr eher stagniert oder gar rückläufig sind. Der Onlinehandel hingegen durfte sich wieder über eine Umsatzsteigerung von mehr als 20% freuen und allen voran konnte sicherlich auch Amazon wieder ordentliche Umsatzzahlen verzeichnen.
 
Aber was hat diese Entwicklung mit UNS ALLEN zu tun?
 
Zunächst einmal müssen wir uns vor Augen halten, dass Amazon & Co. keine Gewerbesteuern zahlen. Diese sind aber äußerst wichtig für unsere Kommunen, um unsere Infrastruktur zu erhalten, wie bspw. den Straßenbau oder die Kindergärten und Schulen. Ich denke, auch Sie wollen nicht in Zukunft auf „durchlöcherten“ Straßen fahren müssen, oder? Und überhaupt: würden Sie in die Stadt fahren, nur um einen Kaffee zu trinken – und das zwischen leerstehenden Ladengeschäften – macht auch nicht wirklich Spaß, oder?
 
Aber was können wir GEMEINSAM dagegen tun?
 
Am Allerwichtigsten ist es, dass wir unser Netzwerk informieren und sensibilisieren: JA, es ist einfach und bequem rund um die Uhr online einzukaufen, kein Parkplatzstress, kein Zeitstress und außerdem isses ja auch soooo wunderbar günstig im Internet zu kaufen – „und die vom Einzelhandel sind ja auch selbst schuld:“, höre und lese ich diesbezüglich immer wieder, „sollen die doch mal ihren Service verbessern, dann klappt das schon!“ Dass allerdings der stationäre Einzelhandel im Gegensatz zu Amazon & Co. die eigenen Mitarbeiter*innen fair bezahlt und nicht einfach nur einen Lagerplatz „irgendwo auf der grünen Wiese“ betreibt, um seine Kunden zu bedienen, das wollen viele in diesem Zusammenhang leider nicht sehen.
 
Deshalb ist es immens wichtig, dass wir alle zunächst verstehen, dass JEDER EURO, den wir bei uns vor Ort im stationären Handel ausgeben, in unserer Stadt bleibt – sei es in Form von Gewerbesteuern oder als Kaufkraft: geben wir in unserer Stadt bspw. € 100.- bei unserem lokalen Optiker aus, kann dieser mit diesen € 100.- bspw. bei der lokalen Druckerei bspw. Werbematerial einkaufen. Somit stehen der lokalen Druckerei € 100.- zur Verfügung um bspw. den lokalen Fotografen mit der Produktion neuer Werbefotos zu beauftragen und der wiederum könnte mit den € 100.- im lokalen Buchhandel die neusten Bilderbände kaufen. Der Buchhändler hätte dann die € 100.- um sich bspw. die neue Brille wiederum beim lokalen Optiker zu kaufen. In einem lokalen Wirtschaftskreislauf arbeitet das Geld für alle und kommt vielleicht auch wieder zu dem Arbeitgeber des Bürgers zurück, der ursprünglich die ersten 100.- beim lokalen Optiker ausgegeben hatte. Kauft man hingegen bei amazon, ist das Geld in Seattle und kann nicht mehr in der eigenen Stadt für UNS alle „arbeiten“!
 
Haben wir diese Tatsache erst einmal selbst verstanden und HANDELN wir entsprechend auch selbst, dann können wir beginnen, unser Netzwerk entsprechend aufzuklären – und im besten Fall nutzen wir die App „kauft lokal“ und lösen mit jedem Einkauf vor Ort gleich noch eine Spende für unseren Lieblingsverein aus!
 

Am 22. November 2019 ließ uns die Stadt Achern durch Wirtschaftsförderer Christian Zorn schriftlich mitteilen, dass man das Angebot der Deutschen Stadtmarketing Gesellschaft über eine Förderung von € 18.750.- für die Acherner Einzelhändler ausschlagen wird. In dieser Absage heißt es u. a. (Zitat): „Durch Ihr Projekt können lediglich 20 Einzelhändler in Achern gefördert werden. Im Hinblick auf die Bedeutung des örtlichen Einzelhandels unterstützt die Stadt Achern gerne alle Einzelhändler ohne Einschränkungen.“ außerdem habe man „…sowohl den Gemeinderat wie auch den örtlichen Einzelhandel in diese Prüfung einbezogen…“ und als kritischen Punkt auch die Frage gestellt, „in wie weit Gemeinnützigkeit und Kameradschaft als Grundprinzipien eines Vereinslebens durch Anreize zum Einkaufen beeinflusst werden sollte“. Diese Frage werden wir bei Gelegenheit gerne an amazon smile und die vielen anderen Charity-Shopping-Portale weitergeben!

„Wer seine HEIMAT liebt, hilft und kauft lokal!“- so das Motto, unter der wir unsere Kooperation der Stiftung Hänsel + Gretel in Karlsruhe gestellt und heute bei einem Pressegespräch in Karlsruhe vorgestellt haben.

Die Karlsruher Stiftung Hänsel+Gretel schützt und stärkt Kinder vor sexuellem Missbrauch und Gewalt. Damit Kinder nicht verloren gehen, setzt sich die Stiftung Hänsel+Gretel seit 1997 für mehr Sicherheit, Schutz und die Aufmerksamkeit für Kinder und Jugendliche ein. Die Stiftung will gemeinsam mit Kauft-Lokal weiter an der Verbreitung und Verbesserung des Projektes arbeiten. „Wir sehen viele Synergien der beiden „Projekte“ und erhoffen uns einen Mehrwert für die Kinder auf der einen Seite aber auch die Geschäfte auf der anderen Seite die Partner einer Gemeinschaft sind, die hinschaut und hilft. Und das geht am besten vor Ort in der eigenen Heimat“, sagte Jerome Braun, Geschäftsführer der Stiftung Hänsel+Gretel im Pressegespräch. „Außerhalb der Schule verbringen Kinder auch sehr viel Zeit in den Einrichtungen örtlicher Vereine, auch der Weg zum Sport und wieder nach Hause muss sicher sein. Also sollte es auch im Interesse aller engagierten Vereine und Institutionen sein, Kindern einen sicheren Weg zu ermöglichen. Auch hier sehen wir viele Synergien unserer Projekte. Heutzutage stehen Vereine allerdings einer großen Herausforderung gegenüber, die eigene Finanzierung durch die Beteiligung an eigenen und örtlichen Veranstaltungen und Festen zu realisieren, denn immer weniger Mitgliedern stehen die zeitlichen Ressourcen zur Verfügung, ehrenamtliche Arbeit zu leisten.“ fügte Marc Eisinger hinzu. Viele Vereine suchen daher Alternativen zur Finanzierung und werden diesbezüglich oftmals bei sog. „Charity-Shopping-Portalen“ fündig. Diese locken mit Geldzahlungen als „Cash-Back“ für Einkäufe, die im Internet durch die Mitglieder gemacht werden. Da durch Online-Einkäufe nicht nur der örtliche Handel massiv bedroht wird, sondern auch das online ausgegebene Geld nicht mehr dem lokalen Wirtschaftskreislauf zur Verfügung steht, braucht es lokale Alternativen, wie unser Projekt „Ihr kauft LOKAL – wir spenden“.

Die Stiftung Hänsel+Gretel und kauft-lokal wollen noch mehr für die eigene Heimat tun und planen eine eigenes Veranstaltungsformat, bei dem Bürger sensibilisiert werden, ihr Geld besser vor Ort, in ihrer Heimat, auszugeben. Diese Veranstaltung soll eine Mischung aus Pop-Konzert und Demonstration sein, bei dem lokale wie nationale Pop-Größen unter dem Motto: „Wer seine Heimat liebt hilft und kauft lokal“ auftreten sollen – daher postierten sich die am Pressegespräch teilnehmenden Händler heute zum Pressegespräch mit Demo-Schildern Schulter an Schulter mit den Lokal-Lobbyisten des Businessclubs und seinen Kooperationspartnern.

Nachdem wir am 1. Oktober 2019 offiziell unser Projekt „Ihr kauft LOKAL – wir spenden“ den Teilnehmer*innen der Strategiekreis-Situng des Bühler Gewerbevereins „Bühl in Aktion“ vorstellen konnten, bekamen wir am 14. Oktober die offizielle Absage für eine Zusammenarbeit. In dieser werden uns folgende Gründe (Originaltext) genannt:

  1. Satzungsgemäß sind wir gehalten: „Die Stärkung der Innenstadt“ zu fördern. Damit verbunden hat sich im Jahr 2017 der Vorstand und die Mitglieder für die Einführung der Gutscheinkarte-Bühl ausgesprochen.
  2. Zusätzlich sprach sich der Verein für die Einführung der Arbeitgebergutscheinkarte-Bühl aus, die inzwischen sehr erfolgreich ist und die lokale Kaufkraft stärkt.
  3. Wir wollen uns auf die Gutscheinkarte-Bühl weiterhin fokussieren.
  4. Die Gutscheinkarte-Bühl wird auch von den Vereinen als beliebte Geschenkidee genutzt.
  5. Die zusätzlichen Kosten des Projekts bergen die Gefahr, dass Mitglieder aus unserem Verein austreten. Unsere Mitgliederstruktur ist deutlich auf kleinere Betriebe ausgelegt, so dass zum Monatsbeitrag nochmal on-top derselbe Betrag dazu käme.
  6. Die angespannte Ertragslage in den Betrieben lässt zudem eine weitere Ertragsminderung (in Form von zusätzlichen Spenden an Vereine) nicht zu.
  7. Die Unterstützung der vielen örtlichen und regionalen Vereine könnte durch dieses Projekt nicht eingestellt werden.
  8. Das Projekt „kauft-local“ (Originaltext!!!) steht mit seinem Arbeitgebergutschein in direkter Konkurrenz zu unserem Arbeitgebergutschein, sodass wir alleine aus diesem Grund das Projekt nicht befürworten können.

Im Schlußsatz heißt es dann noch „Aus diesen -und einigen weiteren Aspekten- lehnen wir ab.“

Da wir leider nicht alle rund 10 Teilnehmer*innen dieser Strategie-Sitzung persönlich kannten und es uns auch nicht erläutert wurde, ob diese Ablehnung einstimmig beschlossen wurde oder es möglicherweise Gegenstimmen oder Enthaltungen gegeben hat, werden wir dazu um entsprechende Antwort bitten. Auch werden wir natürlich bei der Wirtschaftsförderung der Stadt Bühl nachfragen, ob man sich dort der Absage des Gewerbevereins anschließen wird oder die Förderung in Höhe von Euro 18.750.- trotzdem beantragen wird – schließlich hatte uns die Leiterin der städtischen Wirtschaftsförderung, Frau Corina Bergmaier, ja bereits mitgeteilt, dass man unserem Projekt grundsätzlich positiv gegenüber stünde.

Nachdem wir unser Projekt „Ihr kauft LOKAL – wir spenden“ Anfang April in einer Kurzpräsentation einigen Mitgliedern des Gewerbebvereins „Achern aktiv“ vorgestellt hatten, kam es aufgrund der (erneuten) Absage durch den Gewerbeverein und der Zusage unseres Fördertopfes in Höhe von 20 Mio. zu einer öffentlichen Debatte im Gemeinderat der Stadt Achern: SPD-Gemeinderat Dr. Schneider ließ nachfragen, „warum die Aktion bei Stadtverwaltung und Wirtschaftsförderung auf Skepsis stoße“ und bekam prompt die Antwort vom OB: „Die Aktion wird vom lokalen Handel abgelehnt“ – eine Aussage die auch zum damaligen Zeitraum nicht richtig war, denn wir hatten bis dato bereits fast ein Duzend Einkaufspartner in Achern mit dabei – darunter auch Mitglieder des Gewerbevereins! Richtig ist, dass der 1. Vorsitzende des Gewerbevereins, Philipp Schäfer von Schuh Schäfer, unser Projekt von Beginn an abgelehnt hat, ohne es bis heute wirklich mit uns und der Vorstandsschaft gemeinsam sachlich prüfen zu lassen!

Diese Tatsache hat nun die Acher-Rench-Zeitung in einem Presseartikel aufgegriffen und von Philipp Schäfer folgende Gründe für die Absage erhalten:

  • Zitat #1: „Allerdings wolle der Großteil der Acherner Geschäfte nicht an dem Projekt teilnehmen, da es sich um ein Unternehmen handelt, das gewinnorientiert arbeite und jedes Geschäft eine Teilnahmegebühr von mehreren hundert Euro bezahlen müsse.“
  • Zitat #2: „Gleichzeitig sei der Verwaltungsaufwand für die teilnehmenden Geschäfte immens, da jede einzelne Bonnummer manuell erfasst und dabei kontrolliert werden müsse“
  • Zitat #3: „Unternehmen möchten sich die Vereine, an die sie spenden, wie jedes andere Unternehmen oder jede andere Privatperson gerne selbst aussuchen“

Heute konnte Marc Eisinger im Rahmen der Abschlussveranstaltung zur Workshop-Reihe im Dialogprojekt „Handel 2030“ mit Gastgeberin Katrin Schütz (Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau des Landes Baden-Württemberg) über das Projekt „Ihr kauft LOKAL – wir spenden“ sprechen. Als ehemalige Einzelhändlerin in Karlsruhe konnte sie das Projekt sofort „greifen“ und regte einen weiteren persönlichen Austausch an.

Ebenfalls bei diesem Gespräch war Prof. Dr. Dirk Funck von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen mit dabei. Er hielt zur heutigen Abschlußveranstaltung dieser Workshopreihe in Stuttgart einen hochinteressanten Vortrag, in dem er aufzeigte, dass rund 50% der Einzelhändler über keine oder nur eingeschränkte Online-Präsenzen in Form von Websiten verfügten und weitere wichtige Themen, wie die Bedienung von Social Media-Kanälen oder Online-Services wie bspw. Produkte online reservieren, nur vereinzelt genutzt werden. Hier brauche es u. a. dringend „Digital-Streetworker“ – wie er es nannte – die die Einzelhändler „an die Hand nehmen“ und durch die Digitalisierungsprozesse führt. Als möglichen Lösungsansatz zur Finanzierung solcher wichtigen Maßnahmen nannte er in seinem Vortrag bspw. auch „Private Public Partnerships“*

*wie sie vom Businessclub in Zusammenarbeit mit der Deutschen Stadtmarketing Gesellschaft und den Lokal-Lobbyisten bereits umgesetzt wird

Im Namen der Stadt Oberkirch – Sachgebiete Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing, sowie des Stadtmarketing Oberkirch e. V.“ beginnt das Schreiben der Leiterin Wirtschaftsförderung der Stadt Oberkirch vom 22. August 2019. Weiter heißt es im Schreiben sinngemäß, dass jedes Oberkirchener Geschäft selbstverständlich selbst entscheiden dürfe, ob es sich unserem Projekt „Ihr kauft LOKAL – wir spenden“ anschließen möchte. Außerdem habe man unser Projekt „grundsätzlich als Chance begriffen, das lokale Einkaufen und damit Handel sowie Vereine vor Ort zu stärken. Stadt und Stadtmarketingverein haben in Aussicht gestellt, das Projekt zu unterstützen…“ dann allerdings kommt die Bedingung der Unterstützungsaussicht: „…die Kauf- und Spendenbeziehungen auf Oberkirch begrenzt werden können.

Im Klartext: die Unterstützung der Stadt und des Gewerbevereins kommt nur dann zustande, wenn bspw. die „Oma“ aus Oberkirch im lokalen Einzelhandel einkaufen geht und die daraus resultierende Spendenzahlung einem Oberkirchener Verein zugute kommt. Hat diese „Oma“ aber bspw. Enkelkinder in Offenburg und möchte dem Förderverein des Offenburger Kindergartens die Spende zugute kommen lassen, wäre unser Projekt nicht mehr unterstützenswert! Auf Nachfrage bei Nadine Klasen – Leiterin der Wirtschaftsförderung – ob man diesen Punkt ernsthaft als Entscheidungsgrundlage sehe, wurde uns dieser Punkt bestätigt.

Da eine solche Beschneidung der Entscheidungsmöglichkeit der Oberkirchener Bürger nicht unseren Wertevorstellungen entspricht„, so Marc Eisinger, Geschäftsführer der Businessclub Connexxtion GmbH und Initiator des Projekts „Ihr kauft LOKAL – wir spenden“, „werden wir nun vorerst die Gespräche mit den Oberkirchener Geschäften einstellen und uns auf die Städte konzentrieren, die unser Projekt ernsthaft nutzen möchten, um Marktanteile aus dem Internet wieder zurück in die eigene Stadt zu holen!